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Volkssternwarte Würzburg e.V.
Nordlichtvorhersage zurück: Sternhimmelweiter: Raumstation

Derzeit ist die relativ Sonne ruhig. Es gibt nur 2 Flecken (10792 und 10794), die groß genug für nennenswerte Flares der Stärke M wären. Die Chance für Sonnenausbrüche, die auch zu Nordlichterscheinungen bei uns führen könnten, ist derzeit bei unter 5%.

Fotos von Nordlichterscheinungen und aktuelle Hinweise gibt's wie immer bei SpaceWeather. Die letzten Nordlichterscheinungen in gemäßigten Breiten waren Mitte Mai 2005 in Kalifornien und Norwegen, während die letzten Sichtungen aus Deutschland offenbar schon länger zurückliegen - eventuell war sogar das wunderschöne Nordlicht vom 31. Oktober 2003 das letzte. 

Verantwortlich für eine Sichtbarkeit ist die Orientierung des interplanetaren magnetischen Feldes, das vom ACE-Satelliten (Advanced Composition Explorer) ständig gemessen wird. Die Daten stehen auf der Website des Space Environment Centers zur Verfügung. Eine Grafik der orthogonalen Komponente des Feldes ist unter http://sec.noaa.gov/ace/ACErtsw_home.html abrufbar.

Ein kostenloses und nahezu voll funktionsfähiges Softwarepaket, mit dem sich das interplanetare "Wetter" auf jedem PC in real-time verfolgen läßt, ist bei http://www.spacew.com/swim für Windows NT4.0, 2000 und XP downloadbar (ca. 4 Megabyte). Diese Software ist unter Windows 95, 98 and ME wegen fehlender Systemressourcen NICHT lauffähig! Ersatzweise steht für diese Betriebssysteme die Testversion des Aurora Monitors unter http://www.spacew.com/aurora zum Download bereit.

Polarlichtbeobachtungen bitte melden unter: http://www.spacew.com/www/subaurora.html

Über aktuelle Polarlichtsichtungen wird man - mehr oder weniger enthusiastisch! - auch auf der NAA-Astro-Mailingliste der Nürnberger informiert, die man per email folgendermaßen abonniert:
 

 To:  imailsrv@naa.net
 Subject:  [leer]
 subscribe astro eigene@email.adresse

Sinnvollerweise leitet man die Eingänge per Filter in ein eigenes Unterverzeichnis um! Zum Abbestellen muß man "subscribe" gegen "unsubscribe" austauschen. 
 

Links 


SolarTerrestrial Dispatch  (Space Weather, Solar &Geophysical Support Services)
Spacewatch Aurora Forum  (Diskussionsforum für Polarlichtfans)
Subscriptionof Alert Notices  (Benachrichtigung per email, z.B.Nordlichter)
NOAASpace Weather  (mit aktueller Darstellung des Auroraovals)
NOAAAurora Page  (Allgemeines über Polarlichter)
NOAA Space Environment Center  (Livebilder der Sonne, Vorhersage)
BrianRachford's Middle-Latitude Aurora Page
JanCurtis' Aurora Page
IRC chat network (Diskussionen über aktuelle Beobachtungen)
 

Was sind Nordlichter?


Nordlichter (Aurora borealis) oder allgemein Polarlichter sind Leuchterscheinungen am Nachthimmel, die durch in die Erdatmosphäre eindringende Elektronen und Protonen beim Zusammenstoß mit den Luftmolekülen entstehen.Ein Teil der Energie wird dabei - ähnlich wie in einer Neonröhre - in Licht umgewandelt. Das Polarlicht kann in Form von diffusem Glühen, einzelnen Bändern, Bögen, Strahlen oder Schleiern und Kombinationen davon auftreten. Die Entstehungshöhen liegen zwischen 80 und 400, teilweise bis 1000 km. Je nach vorhandenen Molekülen leuchtet das Polarlicht in den tiefsten und höchsten Schichten rot, und zwischen 80 und 240 km grün, seltener weiß, gelb oder blau.

Am häufigsten beobachtet man Polarlichter in einer ovalen Zone um die magnetischen Pole, die auf der Tagseite 20°, auf der Nachtseite 30° Radius hat. Auf der Nordhalbkugel entspricht dies im wesentlichen der äußersten Nordgrenze des europäisch-asiatischen Festlandes sowie der Südspitze Grönlands und Nordkanada. Auch ein Jahresverlauf ist zu beobachten, und zwar gibt es Maxima im Februar / März sowie Mitte August bis Anfang Oktober.

Insbesondere infolge der Sonnenaktivität mit ihrem elfjährigen Zyklus kann dieser Normalzustand gestört werden. Zu Zeiten der maximalen Sonnenaktivität treten besonders viele Flares auf, die große Wolken von Sonnenwindteilchen ausstoßen. Wenn diese zusammen mit ihren Magnetfeldern bei der Erde eintreffen, kann das Polarlicht auch in Richtung Äquator abgetrieben und dann auch in mittleren Breiten sichtbar werden. Bei uns liegt die Polarlichthäufigkeit bei 1% des Wertes im Polarlichtoval.

Ein durch den Sonnenwind ausgelöster Polarlichtsturm beginnt zumeist als Glühen am Horizont in Richtung des Magnetpols, der sich zu einem Bogen entwickelt oder auch zu parallelen Bändern verdoppeln kann und von dem Strahlen wie von Suchscheinwerfern ausgehen. Die verschiedenen Formen können in Bewegung sein, flackern, sich nach Osten oder Westen bewegen und in einzelne Lichtflecke auflösen. Nach Abklingen des Polarlichtsturms kann dieser nach ein bis zwei Stunden erneut ausbrechen.

Ein ausführlicher Kurs über Beobachtung, Interpretation und Vorhersage von Polarlichtern, der 630 Seiten Text und mehrere Softwarepakete umfaßt, ist erhältlich unter

http://www.spacew.com/www/course.html

Berichte über Polarichtbeobachtungen bitte an http://solar.spacew.com/www/auroras.html schicken!
 
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