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Volkssternwarte Würzburg e.V.
Merkurtransit am 7. Mai 2003 zurück: VdS-Frühjahrstagung 2003zurück: Highlightsweiter: Mondfinsternis

Am Vormittag des 7. Mai 2003, einem Mittwoch, fand zwischen 07:11 und 12:32 Uhr MESZ einer der seltenen Vorübergänge des Merkur vor der Sonnenscheibe statt. Trotz des angekündigten Beobachtertreffs hatten natürlich nur wenige Urlaub bekommen, und so fanden sich nur einige Mitglieder vor der Arbeit oder während der Mittagspause ein, um das Schauspiel mitzuerleben. Auch Besucher gab es nur wenige, vielleicht ein Dutzend insgesamt. 

Daher konnte das Beobachtungsprogramm nahezu ungestört ablaufen: Der Transit wurde mit einem an der Montierung befestigten gewöhnlichen 200mm Teleobjektiv und parallel dazu erst am C14 und anschließend wegen der zu großen Luftunruhe am Zeiss-Refraktor mit je einer Webcam aufgenommen.

Schon am Vorabend waren die Kameras montiert und das Teleskop probehalber ausgerichtet worden. Zu Beginn des Transits um 07:11 Uhr sollte die Sonne gerade hinter den Bäumen im Osten der Sternwarte hervorgekommen sein, so daß diese die Beobachtung nicht störten. Am Mittwochmorgen mußte also nur noch die Kuppel geöffnet und der Nachführmotor angelassen werden. Anfangs spielte allerdings das Wetter nicht mit: Kurz vor sieben Uhr zogen noch Wolken auf und verdeckten die Sicht auf die Sonne. Genau zum 1. Kontakt um 7:12 Uhr blinzelte die Sonne durch eine winzige Wolkenlücke - zu kurz, um das Teleskop genau ausrichten zu können, aber Merkur war eindeutig gesichtet worden! Gegen 7:30 Uhr war dann ein Nachlassen des Wolkennachschubs zu bemerken, und ab acht Uhr konnten die Aufnahmeserien an beiden Webcams starten.

Wie zu erwarten, kam es dabei auch zu mancherlei Schwierigkeiten: zu kurze Kabel, störrische Programme, Wolken zwischendurch, Funkuhren, die nicht die aktuelle Zeit zeigten und was es sonst noch alles gibt. So fehlt uns vom vier Minuten dauernden Ende des Transits die komplette dritte Minute... 
7 Uhr: Wolken ziehen auf Alles wartet...
Die erste Stunde hieß es, auf die Sonne zu warten - eine Geduldsprobe! Ab ca. 7:45 war es dann klar.

Für die Besucher wurde zwischendurch am Refraktor das Sonnenbild in Projektionstechnik gezeigt
(Von links nach rechts: der Rand des Okularbildfeldes, der große Sonnenfleck, Merkur, der Sonnenrand)

Merkur ist nur 1,3 mm groß! Projektionsschirm am Zeiss-Refraktor
Links:
Zwei Aufnahmeserien im Abstand von 10s am C14, von je 100 Aufnahmen die besten 25% mit GIOTTO überlagert und dann noch kontrastverstärkt: die Granulation ist zwar schon zu sehen, auf beiden Bildern sind auch Einzelheiten wiederzuerkennen, aber die Auflösung bleibt hinter den Möglichkeiten des C14 weit zurück!

(Bildgröße 105" x 79")

Noch eine Stunde bis zum Ende des Transits! Der einzige größere Sonnenfleck
Oben und rechts: 3. Kontakt um 12:28 MESZ

Aufnahmen:  J. Laufer

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Copyright © 2003 by Volkssternwarte Würzburg e.V. Zuletzt geändert von Josef Laufer  18.05.2003  22:45